Preis beim Schülerwettbewerb „Die Deutschen und ihre Nachbarn im Osten“

Beim diesjährigen Schülerwettbewerb „Die Deutschen und ihre Nachbarn im Osten“ überzeugte Leonhard Meyer zu Bexten aus der Jahrgangsstufe 1 die Jury und erhielt einen Preis. Das MPG gratuliert zu diesem Erfolg!

Der Wettbewerb wird gemeinsam von Innen- und Kultusministerium ausgelobt und vom Haus der Heimat durchgeführt. In diesem Schuljahr lautete das Motto „Gemeinsam in Europa. Baden-Württemberg und Ungarn“. Zwischen Ungarn und Deutschland bestehen vielfältige Verbindungen. Diese mussten in auf Klassenstufen zugeschnittene Aufgaben thematisiert werden. Schülerinnen und Schüler der Kursstufen an Baden-Württembergischen Gymnasien konnten unter anderem die Volksaufstände von 1953 in der DDR und von 1956 in Ungarn vergleichen oder sich mit der Bedeutung der Donauschwäbischen Geschichte im 21. Jahrhundert auseinandersetzen.

In seinem Essay „Erinnerungskultur: Wie an den millionenfachen Mord an den Juden Europas erinnern?“ setzte sich Leonhard mit dem „Denkmal für die ermordeten Juden in Berlin“, dem sogenannten Stelenfeld in der Nähe des Brandenburger Tors, und den „Schuhen am Donauufer“, ungarisch „A Cipők a Duna-parton“, in Budapest auseinander. Beide Denkmäler wurden 2005 eingeweiht, unterscheiden sich aber hinsichtlich ihrer Erinnerungskultur. Aus der Analyse der Erinnerungskultur beider Staaten zieht Leonhard den Schluss, dass es die „richtige Methode“ zur Erinnerung an den Holocaust nicht gebe, vielmehr sei jede einzelne Gedenkstätte, jedes Mahnmal, jeder Stolperstein und jedes Museum, ja, jede Veranstaltung und sogar Unterrichtseinheit bedeutsam, denn, so seine feste Überzeugung, „[D]as Vergessen der Gesellschaft darf unter keinen Umständen zu einem Trend werden“.  

Den Hinweis seitens des Schülerwettbewerbs sowie der Kurslehrkraft, Wettbewerbsbeiträge seien für die GFS geeignet, hat Leonhard aufgegriffen und sich gleichzeitig 15 NP in Geschichte erarbeitet.

Schulleiter Martin Rausch überreichte Leonhard die von Innenminister Thomas Strobel und der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann unterzeichnete Urkunde sowie den dazu gehörenden Sachpreis, einen Büchergutschein.